KI im Arbeitsalltag
Ich wollte KI gezielter einsetzen
Brand & Marketing Campaign Managerin Rebecca Werder hat den Kurs „KI Essentials“ der Klubschule Pro. absolviert. Im Interview erzählt sie, welche neuen Methoden und Tools sie kennengelernt hat und wie der gezieltere Einsatz von künstlicher Intelligenz ihren Arbeitsalltag effizienter macht.
Rebecca, warum wolltest du dich vertiefter mit KI auseinandersetzen?
Ich nutzte KI bereits, wollte sie aber gezielter in meine Arbeitsweise und Workflows integrieren – weg von einem punktuellen Einsatz hin zu einem strukturierten und professionellen Umgang. Mein Ziel war, KI nicht nur oberflächlich zu nutzen, sondern sie als festen Bestandteil in meinen Arbeitsalltag einzubauen. Zudem war es mir wichtig, mich frühzeitig mit den technologischen Entwicklungen auseinanderzusetzen, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Du hast dich für den Kurs "KI Essentials" entschieden – warum?
Ein grosser Pluspunkt waren die thematische Breite. Mein Fokus lag darauf, Workflows zu optimieren, gezielter zu prompten und verschiedene Tools sinnvoll miteinander zu kombinieren. Auch das Online-Setting und die zeitliche Struktur waren ideal. Der Kurs fand an zehn Terminen jeweils von 8:00 bis 8:50 Uhr statt. Ich konnte die Lektionen im Büro in einem separaten Raum absolvieren und danach direkt an meinen Arbeitsplatz zurückkehren, ohne Fahrzeiten oder Abendtermine. Das gab für mich schliesslich den Ausschlag.
Hat der Kurs deine Erwartungen erfüllt?
Ja. Ich wollte vor allem einen strukturierten Überblick über aktuelle KI-Tools und deren Entwicklung erhalten. Dazu gehört zu verstehen, welche Tools sich wie weiterentwickeln und welche sich in der Praxis durchsetzen – ein Blick hinter die Kulissen. Ich erhielt zudem konkrete Lösungsansätze für den Arbeitsalltag, insbesondere im Bereich Texterstellung und Übersetzung, um effizienter und qualitativ besser arbeiten zu können. Heute erstelle ich deutlich schneller konsistente und qualitativ hochwertige Inhalte und Übersetzungen.
Und ich lernte auch, welches die Grenzen und Problemfelder sind. Dieses Wissen hilft mir, KI-generierte Ergebnisse besser einzuschätzen und im Arbeitsalltag effizient anzuwenden.
Welche weiteren zentralen Erkenntnisse konntest du gewinnen?
Einen Aha-Moment hatte ich beim Thema strukturiertes Prompting. Gute Ergebnisse entstehen nicht automatisch, sondern durch gezielte Steuerung. Wenn man der KI eine klare Rolle zuweist, an der sie sich orientieren kann, dann verbessern sich die Ergebnisse erheblich. Dabei hilft auch das Wissen über die Stärken und Schwächen der verschiedenen KI-Tools, respektive für welche Aufgaben Sie sich am besten eignen. Die Qualität der Ergebnisse hängt direkt von der eigenen Herangehensweise ab. Es ist wichtig, KI nicht als Wundermittel anzusehen, sondern sie als strategisches Werkzeug zu steuern. Gerade aus meiner Perspektive als systemische Beraterin ist für mich entscheidend, KI nicht isoliert zu nutzen, sondern in Prozesse und Kommunikationsabläufe zu integrieren.
Stichwort Tools – welche neuen Tools hast du kennengelernt?
Der Kurs bot eine breite Auswahl. Es ging nicht nur um ChatGPT, sondern auch um Gemini, Claude, HeyGen zur Videoerstellung und diverse Anwendungen zur Bilderstellung. Unser Dozent Pascal Spycher ging dabei sehr flexibel auf unsere Fragen aus der Praxis ein und zeigte uns auch Apps, die ursprünglich gar nicht im Kurs eingeplant waren. Dieser Bezug zu den Bedürfnissen und Fragen aus unserem Alltag war meiner Meinung nach eine der Stärken des Kurses.
Wenn du deinen Arbeitsalltag vor und nach dem Kurs vergleichst – worin besteht der grösste Unterschied bei der Anwendung von KI?
Der grösste Unterschied ist die Kombination aus Geschwindigkeit und Qualität. Ich setze KI heute gezielt und strukturiert ein und nutze verschiedene Modelle parallel: Gemini und Claude für Analysen und Konzepte, DeepL für Übersetzungen und ChatGPT für die Texterstellung und um Ergebnisse zu überprüfen. Gerade Übersetzungen waren früher für mich viel zeitaufwändiger. Dank gezielter Prompts spare ich nun viel Zeit ein und erhalte gleichzeitig eine hohe Qualität.
Wem würdest du den KI-Essentials-Kurs empfehlen?
Allen, die ein tieferes Verständnis für KI entwickeln und sie aktiv und professionell in ihre Arbeitsweise integrieren möchten – egal ob für Marketing, Office-Anwendungen oder Bilderstellung. Eine gewisse Technikaffinität sollte man mitbringen – vor allem aber die Offenheit, KI als interaktiven Bestandteil des Alltags zu begreifen. Sie bietet enormes Potenzial, um effizienter zu arbeiten, und Raum zu schaffen, damit man sich vertiefter mit kreativen und strategischen Themen auseinandersetzen kann. Auch wenn KI viel leisten kann, bleibt die Verantwortung für Qualität und Wirkung beim Menschen.
Zur Person
Rebecca Werder ist Brand & Marketing Campaign Manager im Detailhandel. Sie verfügt über einen M.A. in Management (Marketing & Sales) und vereinigt 15 Jahre Berufserfahrung in der DACH-Region in verschiedenen Branchen. Darüber hinaus ist sie Systemische Beraterin mit SG-Zertifizierung und interessiert sich besonders für die Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie – also die Frage, wie sich KI sinnvoll in Arbeitsprozesse integrieren lässt, ohne den Blick für Kommunikation, Dynamiken und Zusammenarbeit zu verlieren.
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